Wozu reflektieren? Jeder von uns hat seine Fähigkeiten, Fertigkeiten, Qualitäten und Talente. Einige sind uns über die Gene weiter gegeben worden, andere haben wir im Laufe unseres Lebens entwickelt. Durch stetiges lernen, weiterentwickeln und qualifizieren sind wir gefordert, unsere Fähigkeiten zu trainieren. Das gilt ebenso für unsere Empathie, Empfindungen, unsere Wahrnehmung und das Reflektieren. Unsere Einstellung zum Leben und zu uns ist dafür elementar. Unsere Eltern prägen uns mit ihren Erziehungsmethoden und ihrer Haltung. Das nimmt Einfluss darauf, inwieweit wir uns fremd und/oder – selbst bestimmen. Konfliktfähigkeit sowie Kritikfähigkeit sind ebenso angelernte Fertigkeiten aus unserer Kindheit, wie auch unser Blick zu uns und auf die Welt.

Spannende Fragen:

Sind wir eher tolerant oder widerspenstig?

Sind wir verantwortungsbewusst oder rücksichtslos?

Können wir zuhören oder uns lieber selbst mitteilen?

Sind wir eher praktisch veranlagt oder Theoretiker?

Sind wir spontan oder eher überlegt?

Sind wir behutsam oder unvorsichtig?

Ist unsere Einstellung zum Leben positiv oder negativ?

Haben wir Angst oder sind wir mutig?

Mögen wir Geschwindigkeit oder doch lieber Gemächlichkeit?

Sind wir offen oder verschlossen?

Alles ist polar.

Jede dieser Eigenschaften ist nicht weniger gut oder schlecht als die andere. In unserer Welt ist alles polar. Das gilt es zu erkennen. «Gut» und «schlecht» befinden sich auf einer Achse, jeweils beides im Extrem. Über die Polarität lernen wir uns kennen in allen Facetten des Lebens. Ohne Polarität gäbe es keine Bewusstheit. In jedem von uns steckt beides. Die Frage bzw. das Spannende hierbei ist, welchem Teil schenken wir mehr Raum und welchem weniger. Das ist deshalb interessant, weil uns meist ein Extrem, eine Eigenschaft bei anderen antriggert, reizt und wir mit diesem in Widerstand gehen. Denn wo Fleiss und Energie ist, gibt es auch Ruhe und Energielosigkeit. Meist wollen wir diese Seite nicht anerkennen. Das zeigt sich darin, dass uns oft genau die Menschen emotional aufregen, traurig machen, nerven, die genau diesen Anteil leben mit dem wir in Widerstand gehen und welchen wir bei uns selbst verleugnen. Denn auch der Fleissigste und Verantwortungsbewussteste braucht mal eine Pause und hat Phasen, in denen er sich ausgebrannt und abgeschlagen fühlt. Doch genau das wollen diese Menschen nicht. Auch diese Persönlichkeitstypen brauchen Zeit, um die Kraft- und Energiereserven wieder aufzufüllen. Tun sie das nicht, warten körperliche Beschwerden auf die Denjenigen. Und auch in solchen Situationen fällt das Wahrhaben schwer. Die Ungeduld und die Angst zu versagen machen sich breit.

Doch das nur am Rande, zurück zum Thema.

Die Vergangenheit hat ihren Zweck erfüllt.

Unsere Freunde, Gesellschaft und Umwelteinflüsse spielen in der Pubertät eine Rolle. Eigene Erfahrungen, Traumata und berufliche Einwirkungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. All diese unterschiedlichen Erfahrungen und Faktoren prägen sich tief in unsere Seele ein und hinterlassen Spuren für das spätere Leben. Um so öfters wir fühlen und hören, das wir nicht gut genug sind, zu langsam, zu schnell, zu dick, zu dünn, zu gross, zu klein und so weiter, hat das Auswirkung auf unsere Einstellung zu uns selbst und unserem Leben.

Viele dieser Einflüsse haben wir unbewusst erlernt, übernommen, in unser Selbst eingefügt und dem Glauben geschenkt. Das erlernte Verhalten war in den jeweiligen Lebensabschnitten wichtig und hat seinen Zweck erfüllt. Heute sind wir allerdings in einer anderen Position. Das dürfen wir erkennen und wahrnehmen. Auf uns als erwachsene Person mit neuen Beziehungen, neuem Umfeld, anderen Umwelteinflüssen und unserem eigenem Leben wirken diese verdeckten Muster heute eher kontraproduktiv, schwächend und verbrauchen enorm viel Energie. Um diese Denk- und Verhaltensmuster aufzudecken, zu erkennen und nachzuvollziehen sowie ggf. zu verändern ist Selbstreflexion wichtig und hilft das eigene Leben so zu gestalten, wie wir es wollen, ohne fremden Einfluss und Anhängsel aus der Vergangenheit. Wir dürfen nun zu uns finden und die Eigenverantwortung für unser Denken, Fühlen und Handeln übernehmen. Unser Leben nach unseren Bedürfnissen, Zielen und Werten leben und gestalten. Wir geben uns heute selbst die Erlaubnis dafür, Neues zu erfahren und dazu zu lernen.

Was ist Reflektieren?

Reflexion ist nichts anderes als unser Innen und Aussen bewusst zu spiegeln, zu beobachten und nachzuvollziehen. Reflektieren bedeutet, uns selbst an den Hörnern zu packen und mit Ehrlichkeit, Mut und Selbstvertrauen in uns hinabzusteigen, um daraus persönliches Wachstum zu erzielen. Im Aussen finden wir unsere innere Welt, unser Selbstbild und unser Fremdbild. Wir schauen uns den Spiegel unseres Lebens an. Wir begeben uns auf eine Reise nach innen, wir schauen in die Vergangenheit, blicken in die Gegenwart und gestalten unsere Zukunft.

Aus diesem Grund: → «Schau so oft wie möglich in den Spiegel, um dich selbst zu erkennen!»

Der Weg des Reflektierens

Wir öffnen unseren Blick, unser Herz und unser Verstand für das, was jetzt ist. Wir schauen mutig in uns hinein, nehmen wahr und gleichen es ab mit dem, was um uns passiert. Dazu gehört das eigene Erfühlen unserer Selbst und die Offenheit um das Aussen wahrzunehmen. Das Beobachten unserer Gedanken ist ein wichtiger Teil, das Wahrnehmen unserer Gefühle unabdingbar, das achtsame hineinspüren in unseren Körper unerlässlich und der Blick auf unser Tun zeigt, wer wir sind und wo wir stehen.

→ «Beobachten, analysieren und sichtbar machen.»

Sei mutig!

Das Erkennen unserer Fähigkeiten, Stärken, entmutigen Anteile, auch unserer blinden Flecken, unserer Schattenanteile, unserer Werte, veralteten Glaubenssätze, tiefen Bedürfnisse und Wünsche sind Teil der Reflexionsarbeit. Das Aufdecken der eigenen Persönlichkeit ist kein Zuckerschlecken und braucht einen langen Atem. Wir erkennen, dass wir nicht die sind, die wir glauben zu sein. Die wenigsten Menschen trauen sich, diesen Schritt zu gehen. Doch die nachfolgenden Generationen öffnen sich mehr und mehr ihrer persönlichen Weiterentwicklung und erkennen dass vieles, was ihnen beigebracht wurde oder was sie gelernt und übernommen haben, nicht zu Glück und Erfüllung führt. Der materielle Überfluss erlaubt den Schritt der Transformation. Die Grundbedürfnisse sind gedeckt. Wir haben Raum, Mittel und Möglichkeiten etwas für uns zu tun. Die beste und nachhaltigste Investition ist diejenige in sich selbst!

Wichtige Schritte

Der erste wichtige Schritt ist das Auseinandersetzen mit uns Selbst und der Umwelt.

Der zweite Schritt ist das Annehmen des Ist–Zustandes. Somit können wir auch akzeptieren und loslassen. Der dritte Schritt ergibt sich aus der Reflexionsarbeit – Kenne deine Ziele und stell dir die richtigen Fragen. Begehen wir diesen Pfad, erwartet uns auf dem Weg der Selbsterkenntnis unweigerlich mehr Selbstbewusstsein und Selbstachtung. Wir erzeugen damit Lebendigkeit und das Gefühl der Dankbarkeit. Persönliches, privates sowie berufliches Vorankommen sind die Folge und Erfolg stellt sich ein. Wertschätzung, Verständnis, Empathie, Zuversicht und Selbstvertrauen sind das Ergebnis unseres aufgebrachten Mutes.

Ist es nicht eine schöne Vorstellung, friedlicher miteinander umzugehen und gemeinsam zu wachsen, zu unterstützen und so ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Sicherheit und Glaube spazieren Hand in Hand.

Lerne Impulse wahrzunehmen ohne zu werten.

Geraten wir in eine Situation in der wir (an – )getriggert werden, dürfen wir dies zunächst einmal als Geschenk annehmen. Vielleicht spüren wir Widerstand, Abwehr, Ärger, Wut, vielleicht nervt uns auch etwas, wir werden traurig oder unser «Magen dreht sich um». Diesen Impuls gilt es auszuhalten und zu beobachten und im Nachgang noch einmal anzuschauen. Was denken wir? Was passiert in unseren Körper? Wo spüren wir etwas im Körper? Was macht das mit uns? Es hilft, die Situation aufzuschreiben. Denn sobald wir auf etwas emotional reagieren, wurde ein bekanntes, abgespeichertes negatives Gefühl im Unterbewusstsein ausgelöst, dessen Grund oft ein ganz anderer ist. Wir verdrängen tagtäglich unzählige Gefühle, positive als auch negative. Wir sind nicht bei uns, funktionieren nur noch und wundern uns, das es uns irgendwann um die Ohren fliegt. Gefühle wollen gefühlt werden, damit sie dann von allein wieder gehen können. Tun wir das nicht, werden sie auf andere Weise sichtbar. Erfahrungen aus der Vergangenheit, welche nicht angeschaut, gelöst und reflektiert wurden, holen uns stetig wieder ein. Bis wir es kapieren.

Kennst du den Unterschied zwischen Auslöser und Ursache?

Der Auslöser löst ein Gefühl aus, doch die Ursache dafür ist eine andere und liegt viel tiefer als wir wahrhaben wollen. Werden wir uns dessen bewusst, schaffen wir uns das Werkzeug, um beim nächsten Mal anders darauf reagieren zu können. Peinlichkeiten eines Gefühlsausbruchs können so vermieden werden. Das genaue Hinschauen gibt uns die Sicherheit, die nächste unangenehme Situation zu vermeiden und erst mal durchzuschnaufen und zu überlegen, bevor wir den Kollegen wieder zusammen stauchen oder persönlich werden und somit einen Streit vom Zaun brechen. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass wir genau so, auch unser Standing, unsere Standhaftigkeit aufbauen und festigen. Haben wir den Mut genau hinzuschauen, kommen wir der Sache auf den Grund und somit auch ins Fühlen. Jetzt kann die angestaute Energie fliessen. Der Prozess des sich Bewusstmachens schwächt nun die Reaktion als solche ab und wir erkennen frühzeitig die Situation. Dadurch schaffen wir uns Handlungsfreiraum, können neu entscheiden und sparen uns unangenehme Erklärungen oder Konflikte. Das Trainieren der Beobachtung und Wahrnehmung hilft uns nicht nur um entsprechenden Ereignissen vorzubeugen, wir schulen somit auch die Fähigkeit der Empathie und lernen uns mit der Zeit im Innen gegenüber negativen Einflüssen abzugrenzen.

Auswirkungen der Selbstreflexion

Wenn wir beginnen mit unserem Fokus bei uns zu bleiben, Minute für Minute, Stunde für Stunde, Tag für Tag, erkennen wir, dass sich unsere Ansichten auf Dinge, Personen und Situationen verändern. Indem wir unsere Energie nicht mehr auf das Aussen lenken, kommen wir uns Stück für Stück näher und begreifen, dass wir nur für uns selbst etwas verändern können. Die Situation im Aussen bleibt die Selbe, doch unser Blick darauf verändert sich und somit verändert sich alles. Ein Perspektivwechsel wirkt Wunder. Uns fällt es leichter, die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind, die Menschen so zu akzeptieren wie sie sind, die Situation zu akzeptieren wie sie ist. Wir erkennen, dass sich mit dem Fokus nach Innen neue Möglichkeiten für uns auftun, welche uns zufrieden, erfüllt und glücklich machen. Wir erkennen und wissen, was uns gut tut, wir haben unser Ziel im Auge, kennen unsere Werte und Möglichkeiten. Wir sind offen gegenüber Neuem, neugierig, lernen unsere Energie zu kanalisieren und unsere Leidenschaft kann sich entfachen. Zufriedenheit und Fülle stellt sich ein. Das Leben ist wieder spannend, lebendig und wundervoller Eindrücke.

Gib dir die Erlaubnis!

Wir dürfen uns die Erlaubnis geben aus gesundem Egoismus heraus das Leben zu leben, welches wir meinen zu verdienen. Gesunder Egoismus ist nichts anderes als Selbstwertschätzung, Selbstliebe und die Achtung der eigenen Person. Ich selbst werde ab und an als «selbstverliebt» betitelt. Es gab eine Zeit in der ich dieses als negativ und beleidigend aufgenommen habe. Als ich mich damit auseinander setzte, stellte ich fest, das es etwas schönes ist. «Ich bin selbst in mich verliebt!», dachte ich und kam zur Erkenntnis: «Kann es etwas schöneres geben, als das? NEIN!!» Nun werden einige protestieren und sagen «Das kann ich doch nicht machen! Das gehört sich doch nicht, das ist egoistisch!» Doch, du kannst! «Denke an dich und damit ist an alle gedacht!»

Beantworte bitte ehrlich folgende Frage: Bist du in der Lage in einem unzufriedenen Gemütszustand, in einer Opferhaltung, in einer negativen Emotion oder Situation andere sinnvoll zu unterstützen?

Unser Ego begrenzt unsere Selbstwirksamkeit.

Meiner Meinung nach ist das nicht möglich. Wir können Menschen nur helfen und unterstützen, wenn wir selbst mit uns im Reinen sind. Denn haben wir selbst mit uns zu tun, wissen selbst nicht was wir wollen, wer wir sind, können wir andere auch nicht in ihren Problemen helfen. Wir befinden uns in so einer niedrigen Energie und/oder Schwingung, dass wir oft auch gar nicht mehr dazu in der Lage sind, auch nur im Ansatz ehrlich zu unterstützen. Sind wir in so einer Situation werden wir tatsächlich egoistisch. Unser Ego bestimmt und hat keine positive Wirkung, weder für uns noch für andere.

Das bedeutet, das wir unserem gesunden Egoismus Raum geben dürfen. In dem wir bei uns selbst anfangen und auch bleiben, haben wir einen enormen Nutzen für andere. Auf Grund unserer starken kraftvollen Energie sind wir nicht im Nehmen, wir sind im Geben. Auch wenn es im ersten Moment nicht so scheint. Gesunder Egoismus oder nenne es Selbstverliebtheit kommt am Ende immer der Gemeinschaft zu Gute. Wir brauchen die Gemeinschaft, wir brauchen die Gruppe, wir brauchen ein Team, unabhängig davon ob es im Job, der Partnerschaft, in der Gemeinde, bei der Polizei oder Feuerwehr ist. Der Mensch ist und bleibt ein soziales Wesen, hilft gern und fühlt sich im Team, in der Gruppe, in der Gemeinschaft wohl. Boykottieren wir dieses Bedürfnis, bewusst oder unbewusst werden wir einsam und verbittert.

«Der Prozess des Empfangens beginnt im Geben!»

(Lies hierzu passend: mein Blog zum Thema Ego und Selbstvertrauen)

Nimm dich ernst. Sei dein eigenes Vorbild!

1. Schreibe deine Gedanken und Gefühle auf.

2. Durchdringe nochmals die Situation bis du den roten Faden gefunden hast.

3. Lass Dir Zeit damit.

4. Überfordere dich nicht. Step by Step.

Finde den Auslöser, dann die Ursache

Durch das Schreiben beginnen wir die tiefere Reflexionsarbeit. Bildlich gesprochen, wandern die Gedanken und Gefühle von unseren Kopf, über Nerven und Muskeln, Gelenke auf das Blatt Papier vor uns. Das heisst, wir bringen diese Energie ins fliessen und gehen nicht in Widerstand. Zugleich durchleben wir sie nochmals, was wiederum ein Heilungsprozess anstossen kann. Aus Anspannung wird Entspannung. Manchmal ist es leicht und manchmal braucht es etwas mehr Zeit, um tatsächlich den Kern bzw. die Ursache zu finden. Hingegen ist der Auslöser meist recht schnell gefunden.

Somit erhalten wir einen guten Gesamtüberblick. Wir schenken uns die Möglichkeit, genauer hinzuschauen und sogar ein Muster zu erkennen, welches wir unbewusst schon einige Male gespürt, vielleicht auch schon erahnt haben. Intuitiv erkennen wir auch oft schon woran es liegt, den wahren Grund unseres Verhaltens. «Gib diesem Raum und Aufmerksamkeit!» Nun wird das Unsichtbare sichtbar und ein wichtiger Schritt ist getan. Mehr ist es nicht. 🙂

Erlange Klarheit über dein Leben

Aufsteigende Gefühle und Gedanken während der Situation und beim Schreiben, zeigen unsere Denkmuster auf, unsere Glaubenssätze und blinden Flecken, welche zu bestimmten Verhaltensweisen führen. Diese sind im Alltag unbewusst und werden entweder verdrängt, kaum oder gar nicht wahrgenommen. Umso wichtiger ist es, diesen nun einen Namen zugeben und Raum zu schenken, in dem es sein darf. Wir tun uns damit selbst einen Gefallen. Gefühle wollen gefühlt werden, deshalb heissen sie «Ge–fühle» – «Gehe hin und fühle». Das kann ein kurzer Moment sein oder auch länger andauern. Wichtig ist, dass wir sie wahrnehmen und nicht mit ihnen in Widerstand gehen. Denn sie gehören zu uns.

→ Nimm dir Zeit dafür. Auf diese Weise erlangst du mehr Klarheit über dein Leben, mehr Verständnis für dich und andere und erkennst deine Werte und somit auch was du willst und was nicht.

Kenne dein Ziel und stell dir die richtigen Fragen

Wer bin ich, wer und was will ich sein?

Was will ich wirklich?

Was sind meine Werte?

Welche Fähigkeiten habe ich und wo setze ich diese ein?

Was mag ich nicht an mir und anderen?

Was gefällt mir an mir?

Warum ist dieses Ziel für mich so wichtig?

Welche Bedürfnisse habe ich? Welche werden befriedigt? Welche nicht?

(Unabhängigkeit, Freiheit, Liebe, Freundschaft, Gemeinschaft, Sicherheit, Selbstwert)

Was sind meine Prioritäten?

Wer und was sind meine Vorbilder? Was genau finde ich gut an Ihnen?

Durch diese Fragen erhalten wir zunächst einmal eine Gesamtschau. Beantworte sie spontan und ehrlich. Erste Impulse sind unbedingt zu beachten.

Wir geben uns selbst die Erlaubnis unser Leben zu bestimmen.

Durch die Fähigkeit der Reflexion werden wir wieder zu Menschen, die ihr Leben nicht nur mit ihren Verstand führen, sondern auch mit Herz und Empathie. Wir werden Vorbilder, leben unsere Werte, denken quer und erlauben uns zu visionieren.

Die Investition in sich selbst ist wertvoller und nachhaltiger als das tollste Auto oder das schönste Haus. Materielle Dinge verlieren ihren Wert, entgegen der Investition in sich selbst. Diese wird mit jedem Tag wertvoller.

Wir kreieren selbst unsere Persönlichkeit, entwickeln unser Standing, geben uns die Anerkennung, die wir brauchen, lernen uns abzugrenzen, werden unabhängig vom Aussen, kommen in die Selbstliebe, unser Zugehörigkeitsgefühl wächst, wir bestimmen selbst was wir wollen und was nicht, wir geben unserem Leben Fülle und Frieden.

Hier noch ein wichtiger Hinweis:

Die meisten Menschen mögen ihre eigenen entmutigten Anteile bei anderen gar nicht.

Sei wachsam!

Lerne nach und nach, bei dir zu bleiben..

Das erreichen wir indem wir die Reise zu uns selbst antreten und unseren eigenen Weg finden. Erkennen wir uns, wissen wir um uns, fällt es Schritt für Schritt leichter, sich gegen negative Einflüsse abzugrenzen und bei uns zu bleiben. Lernen wir den Fokus bei uns zu lassen, tangieren uns Oberflächlichkeiten oder Widerstand im Aussen nur noch peripher. Das ist sehr angenehm, weil wir jetzt unsere Energie auf das für uns Wichtige konzentrieren. Somit wirken wir im Aussen neutral, das wirkt anziehend und beugt Konflikten vor. Unsere äussere Haltung folgt der inneren und somit ziehen wir Kraft aus uns selbst. Im weiteren Verlauf beginnen wir uns zu positionieren, lernen eher «Nein» zusagen und können unsere Wünsche durch- und umsetzen.

Abgrenzung braucht wie die Fähigkeit zur Beobachtung und Analyse Zeit und stellt sich nach und nach ein. Irgendwann haben wir uns so konditioniert, dass es keine grosse Herausforderung für den Alltag mehr darstellt. Und auch hier dürfen wir uns mehr und mehr steigern. Erlauben wir uns in kleinen Schritten die Komfortzone zu verlassen und uns zu entwickeln, können wir uns unser Leben so kreieren, wie wir es haben wollen.

(Zum Thema «Wie verlasse ich meine Komfortzone und überwinde meine Ängste gibt es demnächst einen kompletten Blog)

Üben wir uns abzugrenzen darfst du neben deinem Blick nach innen auch auf deinen Körper achten.

Wie ist deine Körperhaltung?

Was macht dein Gesicht?

Was hast du für Gefühle und wo?

Was wollen diese dir sagen?

Bist du aufmerksam?

Wie nehmen dich andere wahr?

An welchen Gesprächen beteiligst du dich? Was sagst du?

Wo ist dein Fokus?

Stehst du zu Dir und deiner Meinung?

Nutze diese Fragen zur Orientierung.

(Be-)achte das Umfeld und dein Gegenüber

Um sich selbst besser reflektieren zu können und um unsere Ziele zu finden, neu zu setzen oder anzugehen, kann es hilfreich sein Bekannte, Freunde, Kollegen, Familie, nahestehende Personen zu fragen, was sie an uns gut finden, mit was sie uns in Verbindung bringen? Was empfinden sie als unsere Stärken. Auf diese Weise erfahren wir etwas über uns, was wir vielleicht gar nicht gesehen haben oder so empfunden haben. Wir können auch fremde Menschen fragen, welchen Eindruck sie von uns haben. Dieser Gedanke lässt in uns zunächst ein Gefühl von Unbehagen und Unsicherheit aufsteigen. «Was ist, wenn er oder sie nichts positives entdeckt?» Lasst euch gesagt sein, diese Menschen finden etwas positives. Um uns hier die Angst zu nehmen, können wir ausschliesslich nach positiven Dingen fragen. Für die Fortgeschrittenen und Hardliner kann auch direkt nach Feedback gefragt werden. Auf diese Weise bekommen wir ein recht objektives Bild, im Sinne von mehreren subjektiven Auffassungen. Falls unser Vorhaben ins Stocken geriet, ist es wichtig Menschen zu haben, welche uns stützen, auffangen, reflektieren, ehrlich sind und an uns glauben. Erschaffen wir uns ein Umfeld in dem wir wachsen können, wird es leichter Voran zu kommen und zu lernen. Doch grundsätzlich gilt, es spielt keine Rolle wie oft wir hinfallen, es viel wichtiger immer immer wieder aufzustehen und für sich und seine Träume einzustehen.

Mache dir auch die Kehrseite deines Ziels bewusst. Alles ist polar. Willst du es wirklich?

Auf unserem Weg begegnen wir vielen Menschen. Hier ein wichtiger Hinweis: «Wähle sorgsam aus, denn deine Zeit ist begrenzt.» Der Tag hat nur 24 Stunden, deshalb können wir auch nicht mit jedem einen Kaffee trinken gehen. Es ist wichtig hier genau zu schauen mit wem wir unsere kostbare Zeit verbringen. Wollen wir unser Ziel erreichen, ist es förderlich, wenn wir uns Menschen suchen, die uns unterstützen. Menschen mit denen wir uns über unsere Wünsche, Vorhaben, Bedürfnisse austauschen können, mit denen wir uns pushen und auch konstruktiv ehrlich Feedback geben oder auch einfach mal Kraft tanken können.

Vorstellungskraft schafft Wirklichkeit

Haben wir unser Ziel gefunden und wissen, was wir zukünftig machen sowie verändern wollen, dürfen wir nun ins Tun kommen. Energie, Neugier, Leidenschaft wirken effizient und sind gute Begleiter. Um unsere Produktivität und Ergebnisse voran zu treiben nutzen wir nun noch unsere Vorstellungskraft. Denn Vorstellungskraft schafft Wirklichkeit. Wir stellen uns ganz konkret vor, wie es sein wird, wenn wir am Ziel sind. Was ist anders? Wie ist unser Gefühl? In welcher Umgebung befinden wir uns? Wie sind wir gekleidet, welche Farben, in was für einer Umgebung sind wir, welche Menschen sind bei uns? Wo wohnen wir? Welchen Partner haben wir an unserer Seite? Es ist wichtig, sich das Ziel ganz genau auszumalen, in Farben, Formen und Bildern. Dieses manifestieren wir täglich. Fake it until you make it. Unsere Vorstellungskraft stellt gleichzeitig einen Anker dar, an den wir uns in herausfordernden Momenten halten können.

Zur Unterstützung und zur Entspannung sind Meditationen, Yoga, Sport, ein Spaziergang in der Natur sehr gut geeignet. Wir erden uns und tanken so unsere Zellen mit guter Energie auf. Es ist ein tolles Gefühl, wenn Körper, Geist und Seele im Einklang sind. Ruhepausen auf unserem Weg zum Ziel sind unabdingbar und notwendig. Geben wir uns diese Zeit kommen wir entspannter, effizienter, produktiver, mit Spass und Freude an. Denn meiner Meinung nach ist der Weg das Ziel.

Das «Warum» ist wichtig doch das «Wozu» halte ich persönlich für mindesten genauso wichtig. Manifestiere es!!

So, jetzt wünsche ich euch ganz viel Spass beim Finden eurer Ziele, Vorhaben und Wünsche, beim Üben von Annehmen, Akzeptieren und Loslassen.

Eure Katja

Lies hierzu auch die anderen Teile der Serie: 

Teil 1 – Selbstbeobachtung

Teil 2 – Wie erlangen wir Akzeptanz

Teil 3 – Wozu brauchen wir Ziele